Blogeintrag: Strukturelle Arbeit an der Entscheidungsfähigkeit
Strukturelle Arbeit an der Entscheidungsfähigkeit.
Was bedeutet das konkret?
Nehmen wir ein mögliches ZIEL: Entscheidungsfähigkeit auf Führungsebene verbessern, weil Entscheidungsprozesse zu lange dauern und das die Anpassungsfähigkeit an neue Bedürfnisse erschwert. Ein Blick vor die eigene Haustür, die Organisationsarchitektur oder noch besser: die Entscheidungsträger (Führungskräfte, Verantwortliche o.ä.)
Im Mittelstand ist das zentral, weil Entscheidungen häufig von wenigen Personen mit hoher Verantwortung getroffen werden.Manager undoder Entscheider
Manager
koordinieren
kommunizieren
stabilisieren
Entscheider
erkennen Muster
priorisieren
setzen Richtung
Wenn wir tiefer gehen, verschiebt sich die Perspektive von “Wer entscheidet was?“ zu einer viel wichtigeren Frage:
„Wie entstehen eigentlich schnelle, hochwertige Entscheidungen eines Entscheiders?“
Die Struktur (z. Bsp. Entscheidungslandkarte) ist nur eine sichtbare Ebene. Darunter liegt die Entscheidungsfähigkeit der Person selbst.
Die Anatomie schneller High-Quality-Entscheidungen
5 Ebenen, hier kurz an skizziert:
1. Klarer Verantwortungsraum
Ein Entscheider muss wissen:
Wofür bin ich wirklich verantwortlich
Welche Entscheidungen gehören mir
Wo endet mein Mandat
2. Urteilskraft
High-Quality Entscheidungen basieren selten nur auf Daten.
3. Entscheidungslogiken
Gute Entscheider nutzen unbewusst Heuristiken.
4. Inneres Standing
Ein Entscheider braucht:
Selbstvertrauen
Integrität
Ambiguitätstoleranz
Fähigkeit, Kritik auszuhalten
5. Vertrauen im System
Ein Entscheider kann nur schnell entscheiden, wenn das Umfeld trägt.
zu 2. Urteilskraft: Das ‘Manager Entscheider Dilemma’
‘Manager Entscheider Dilemma’ in der Entscheidungsfähigkeit. Entscheidungsqualität entsteht aus Kontext, nicht aus Koordination.
Fokussieren wir unsere Anstrengungen auf die Organisationsarchitektur sowie deren Player, fördern Ihre Stärken aus der Position heraus (hier von 20% -> 40%), verdoppeln wir den positiven Einfluss auf eine verbesserte Entscheidungsfähigkeit auf Führungsebene direkt.
Annahmen
Aktuelle Theorien beschreiben das Folgende in diesem Zusammenhang:
Organisationsstrukturen reduzieren die Zeit für Kontext und Schwächen damit Urteilskraft bei Herbert Simon – Bounded Rationality
Manager werden Systemmanager statt Entscheider bei Mintzberg – Managerial Work
Experten treffen gute Entscheidungen nicht durch Analyse, sondern durch Recognition-Primed Decision Making bei Gary Klein
Wettbewerbsvorteile entstehen nicht nur im Markt. Sie entstehen auch in der Art, wie Organisationen entscheiden.
Ich arbeite mit Organisationen daran, genau diese Hebel sichtbar zu machen und Entscheidungsfähigkeit dort zu stärken, wo sie im Alltag entsteht.
Unternehmen investieren viel Energie in:
Strategie
Digitalisierung
Wachstum
Doch häufig liegt ein großer Teil des möglichen Wettbewerbsvorteils näher. Im eigenen Organisationssystem. High-Level Business Development bedeutet nicht nur neue Umsätze zu generieren, sondern die Fähigkeit der Organisation zu erhöhen, Chancen überhaupt nutzen zu können. Wenn Wettbewerbsvorteile auch im Organisationssystem entstehen, lohnt sich ein Blick vor die eigene Haustür.
Ein guter Einstieg ist ein kurzer Entscheidungs-Stresstest im Führungsteam. Dabei wird sichtbar, wo Entscheidungen hängen bleiben und wo kleine Veränderungen große Wirkung entfalten können. Wenn Sie das einmal für Ihre Organisation durchspielen möchten, freue ich mich auf den Austausch.
ABOUT ME
Organisationsanalyst im Kontext Unternehmensentwicklung
Ich arbeite mit Führungsteams daran, Entscheidungsfähigkeit im Organisationssystem sichtbar zu machen und dort zu stärken, wo sie im Alltag blockiert wird. Ich bin loyal im System, integer in der Haltung, analytisch im Denken und halte Spannungen so, dass daraus Klarheit und tragfähige Entscheidungen entstehen.